Wasserwissen: Ruhr verstehen!

Geschichte des Baldeneysees

Foto: Ruhrverband

Der Baldeneysee im Essener Süden ist nicht nur unter Einheimischen beliebt, auch Touristen zieht es immer wieder dort hin, ob nun um sich sportlich auszutoben, gemütlich am Seaside Beach zu relaxen oder den See per Schiff zu erkunden. Was jedoch nicht alle Besucher wissen: Der Baldeneysee ist kein natürlicher See, sondern wurde künstlich vom Ruhrverband angelegt.

Die wichtigsten Fakten zum beliebten Ausflugsziel der Region: Der Baldeneysee ist mit einer Fläche von 2,64 Quadratkilometern der größte der fünf Stauseen im Ruhrgebiet. Er erstreckt sich zwischen den Stadtteilen Essen-Werden und Essen-Kupferdreh über eine Gesamtlänge von circa 7,8 Kilometern und eine mittlere Breite von circa 350 Metern. Dabei folgt der See der Topographie des ursprünglichen Ruhrtals.

In Folge der Industrialisierung ergab sich im Ruhrgebiet durch die wachsenden Städte, die Zunahme der Bevölkerung und den Ausbau der Industrie ein erhöhter Wasserbedarf, der gedeckt werden musste. Daher plante der Ruhrverband Ende der zwanziger Jahre den Bau verschiedener Stauseen, darunter auch der Baldeneysee, um das Abwasser des Ruhrgebiets aufzustauen und zu reinigen. Im Frühjahr des Jahres 1931 begann schließlich der Bau des Baldeneysees, der schließlich im Jahre 1933 fertig gestellt wurde.

Wenige Jahre später wurde das Freibad Baldeney eröffnet, das neben verschiedenen Schwimmbecken auch einen Sprungturm und eine Wasserrutsche umfasste. 1984 wurde das dringend renovierungsbedürftige Bad jedoch geschlossen. Die trocken gelegten Becken wurden mit Sand gefüllt und schließlich als Volleyballfelder genutzt. Diese Volleyballfelder sind heute Teil des Seaside Beach. Einen Ersatz  für das Freibad Baldeney gibt es vor Ort bis heute nicht, denn das Baden im Baldeneysee ist von offizieller Seite verboten.

Durch den Baldeneysee wurde der natürliche Verlauf der Ruhr verbreitert, was dazu führte, dass die Fließgeschwindigkeit des Flusses abnahm. Dadurch konnten sich kleine Schmutzpartikel, die der Industriefluss enthielt, am Boden des Sees absetzen. Durch die Ablagerung dieser Sedimente verringerte sich jedoch das Stauvolumen des Baldeneysees im Laufe der Jahre erheblich. Daher wurde der See in den achtziger Jahren weiter ausgebaggert, um den Stauraum wieder zu erhöhen. Der Baldeneysee wird bis heute nicht nur als Quelle zur Trinkwassergewinnung sondern auch als Energiequelle genutzt. Darüber hinaus ist der Baldeneysee heute das Paradies für Wassersportler und Erholungsuchende in Essen. Ob Kanufahren, Angeln, Segeln, Surfen oder einfach nur die Seele baumeln lassen – am Baldeneysee ist es möglich.

Foto: Ruhrverband

Der Baldeneysee im Essener Süden ist nicht nur unter Einheimischen beliebt, auch Touristen zieht es immer wieder dort hin, ob nun um sich sportlich auszutoben, gemütlich am Seaside Beach zu relaxen oder den See per Schiff zu erkunden. Was jedoch nicht alle Besucher wissen: Der Baldeneysee ist kein natürlicher See, sondern wurde künstlich vom Ruhrverband angelegt.

Die wichtigsten Fakten zum beliebten Ausflugsziel der Region: Der Baldeneysee ist mit einer Fläche von 2,64 Quadratkilometern der größte der fünf Stauseen im Ruhrgebiet. Er erstreckt sich zwischen den Stadtteilen Essen-Werden und Essen-Kupferdreh über eine Gesamtlänge von circa 7,8 Kilometern und eine mittlere Breite von circa 350 Metern. Dabei folgt der See der Topographie des ursprünglichen Ruhrtals.

In Folge der Industrialisierung ergab sich im Ruhrgebiet durch die wachsenden Städte, die Zunahme der Bevölkerung und den Ausbau der Industrie ein erhöhter Wasserbedarf, der gedeckt werden musste. Daher plante der Ruhrverband Ende der zwanziger Jahre den Bau verschiedener Stauseen, darunter auch der Baldeneysee, um das Abwasser des Ruhrgebiets aufzustauen und zu reinigen. Im Frühjahr des Jahres 1931 begann schließlich der Bau des Baldeneysees, der schließlich im Jahre 1933 fertig gestellt wurde.

Wenige Jahre später wurde das Freibad Baldeney eröffnet, das neben verschiedenen Schwimmbecken auch einen Sprungturm und eine Wasserrutsche umfasste. 1984 wurde das dringend renovierungsbedürftige Bad jedoch geschlossen. Die trocken gelegten Becken wurden mit Sand gefüllt und schließlich als Volleyballfelder genutzt. Diese Volleyballfelder sind heute Teil des Seaside Beach. Einen Ersatz  für das Freibad Baldeney gibt es vor Ort bis heute nicht, denn das Baden im Baldeneysee ist von offizieller Seite verboten.

Durch den Baldeneysee wurde der natürliche Verlauf der Ruhr verbreitert, was dazu führte, dass die Fließgeschwindigkeit des Flusses abnahm. Dadurch konnten sich kleine Schmutzpartikel, die der Industriefluss enthielt, am Boden des Sees absetzen. Durch die Ablagerung dieser Sedimente verringerte sich jedoch das Stauvolumen des Baldeneysees im Laufe der Jahre erheblich. Daher wurde der See in den achtziger Jahren weiter ausgebaggert, um den Stauraum wieder zu erhöhen. Der Baldeneysee wird bis heute nicht nur als Quelle zur Trinkwassergewinnung sondern auch als Energiequelle genutzt. Darüber hinaus ist der Baldeneysee heute das Paradies für Wassersportler und Erholungsuchende in Essen. Ob Kanufahren, Angeln, Segeln, Surfen oder einfach nur die Seele baumeln lassen – am Baldeneysee ist es möglich.