Wasserwissen: Ruhr verstehen!

Geschichte der Ruhr

Foto: Ruhrverband

Wer an das Ruhrgebiet denkt, der denkt meist ebenso an ihren Namensgeber, die Ruhr. Deutschlands größtes Industriegebiet und der Nebenfluss des Rheins sind untrennbar miteinander verwoben. Der Name „Ruhr“ hat – gleich den Flüssen Rhein und Rhone – seinen etymologischen Ursprung im Griechischen “Panta rhei”. Er lässt sich vom Verb für „fließen“ ableiten und bedeutet soviel wie „das Fließende”.

Die Ruhr entspringt jedoch nicht im Ruhrgebiet, sondern im tiefsten Hochsauerland, genau genommen auf dem Ruhrkopf, 674 Meter über Normalnull, nicht weit entfernt von Winterberg und Brilon. Dort startet sie als kleiner Bach und wird auf ihrem Weg von zahlreichen Nebenflüssen und kleineren Bächen, darunter Lenne, Möhne und Volme, gespeist. Sie legt insgesamt eine Strecke von 219 Kilometern zurück und mündet schließlich bei Duisburg-Ruhrort in den Rhein.

Bereits 1851 unterteilte Johann Georg Kohl den Lauf der Ruhr in die Abschnitte Obere Ruhr, Mittlere Ruhr und Untere Ruhr – Bezeichnungen der Ruhrabschnitte, die sich bis heute gehalten haben. Die Obere Ruhr sah Kohl bis zur Mündung der Möhne in Neheim, den mittleren Ruhrabschnitt bis zur Mündung der Lenne bei Herdecke und die Untere Ruhr bis zur Mündung in Duisburg-Ruhrort.

Historisch gesehen war die Ruhr vor der Industrialisierung nicht von großer Bedeutung. Lediglich einige Mühlen und Handwerksbetriebe waren entlang der Ruhr errichtet worden. Umso herausragender war ihre Rolle für die Entwicklung der Industrie im Ruhrgebiet. Für mehr als hundert Jahre war sie der wichtigste Transportweg für Kohle, die im Ruhrgebiet seit dem 18. Jahrhundert gefördert wurde. Die ersten Zechen wurden  in der Nähe der Ruhr angelegt, wo die Kohle leicht und oberflächlich abgebaut werden konnte. Die Folgen für die Ruhr waren beträchtlich. Ungefiltert wurden Industrieabwässer in die Ruhr geleitet, so dass sie um 1900 nahezu tot war. 1913 legte Karl Imhoff bei der Emschergenossenschaft ein Gutachten zur Reinhaltung der Ruhr vor, die Grundlage für das Ruhrreinhaltungsgesetz. Darüber hinaus wurde unter Imhoffs Leitung wenig später der Ruhrverband gegründet, der sich bis heute mit der Sicherstellung der Trinkwasserqualität der Ruhr beschäftigt.

Es wird vermutet, dass der Begriff “Ruhrgebiet” für die Industrieregion bereits zwischen 1800 und 1820 aufkam. Bekanntlich hat er sich bis heute durchgesetzt.

Foto: Ruhrverband

Wer an das Ruhrgebiet denkt, der denkt meist ebenso an ihren Namensgeber, die Ruhr. Deutschlands größtes Industriegebiet und der Nebenfluss des Rheins sind untrennbar miteinander verwoben. Der Name „Ruhr“ hat – gleich den Flüssen Rhein und Rhone – seinen etymologischen Ursprung im Griechischen “Panta rhei”. Er lässt sich vom Verb für „fließen“ ableiten und bedeutet soviel wie „das Fließende”.

Die Ruhr entspringt jedoch nicht im Ruhrgebiet, sondern im tiefsten Hochsauerland, genau genommen auf dem Ruhrkopf, 674 Meter über Normalnull, nicht weit entfernt von Winterberg und Brilon. Dort startet sie als kleiner Bach und wird auf ihrem Weg von zahlreichen Nebenflüssen und kleineren Bächen, darunter Lenne, Möhne und Volme, gespeist. Sie legt insgesamt eine Strecke von 219 Kilometern zurück und mündet schließlich bei Duisburg-Ruhrort in den Rhein.

Bereits 1851 unterteilte Johann Georg Kohl den Lauf der Ruhr in die Abschnitte Obere Ruhr, Mittlere Ruhr und Untere Ruhr – Bezeichnungen der Ruhrabschnitte, die sich bis heute gehalten haben. Die Obere Ruhr sah Kohl bis zur Mündung der Möhne in Neheim, den mittleren Ruhrabschnitt bis zur Mündung der Lenne bei Herdecke und die Untere Ruhr bis zur Mündung in Duisburg-Ruhrort.

Historisch gesehen war die Ruhr vor der Industrialisierung nicht von großer Bedeutung. Lediglich einige Mühlen und Handwerksbetriebe waren entlang der Ruhr errichtet worden. Umso herausragender war ihre Rolle für die Entwicklung der Industrie im Ruhrgebiet. Für mehr als hundert Jahre war sie der wichtigste Transportweg für Kohle, die im Ruhrgebiet seit dem 18. Jahrhundert gefördert wurde. Die ersten Zechen wurden  in der Nähe der Ruhr angelegt, wo die Kohle leicht und oberflächlich abgebaut werden konnte. Die Folgen für die Ruhr waren beträchtlich. Ungefiltert wurden Industrieabwässer in die Ruhr geleitet, so dass sie um 1900 nahezu tot war. 1913 legte Karl Imhoff bei der Emschergenossenschaft ein Gutachten zur Reinhaltung der Ruhr vor, die Grundlage für das Ruhrreinhaltungsgesetz. Darüber hinaus wurde unter Imhoffs Leitung wenig später der Ruhrverband gegründet, der sich bis heute mit der Sicherstellung der Trinkwasserqualität der Ruhr beschäftigt.

Es wird vermutet, dass der Begriff “Ruhrgebiet” für die Industrieregion bereits zwischen 1800 und 1820 aufkam. Bekanntlich hat er sich bis heute durchgesetzt.