Wasserwissen: Ruhr verstehen!

Geschichte des Harkortsees

Foto: “Creative Commons” von Jochen Schneider. Lizenz CC BY-SA 3.0

Zwischen dem Ruhrviadukt der Volmetalbahn bei Herdecke, dem Stauwehr bei Wetter und den Hängen des Ardeygebirges liegt der Harkortsee, einer der sechs Stauseen der Ruhr. 1931 wurde er aufgestaut, um das Ruhrwasser mittels biologischer Selbstreinigungsprozesse zu klären, unter anderem weil der Nebenfluss Volme der Ruhr Schadstoffe zutrug. Betrachtet man Karten der Region, auf denen die Kreisgrenze zwischen Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis eingezeichnet ist, kann man noch auf den früheren Verlauf der Ruhr schließen. Bevor der See aufgestaut wurde, markierte sie die Kreisgrenze.

Am Ostufer begrenzt den See mit dem Ruhrviadukt ein beeindruckendes Bauwerk, das älter ist als der See selbst. Seit 1879 fahren die Eisenbahnen über seine zwölf Bögen aus Sandstein. Im zweiten Weltkrieg beschädigt, sowohl durch eine Flutwelle, die die alliierte Bombardierung der Möhnetalsperre ausgelöst hatte, als zu Kriegsende durch Sprengungen der Wehrmacht, wurde der Viadukt nach 1945 wiederhergestellt. Er führt noch heute stündlich den öffentlichen Nahverkehr zwischen Hagen und Herdecke über die Ruhr. Ein weiteres historisches Gebäude am See ist das nur noch in Teilen erhaltene alte Cuno-Kraftwerk, weithin sichtbar durch seinen hohen Schornstein.

Die Reinigung des Wassers im Harkortsee beruht auf dem Absetzen von Sedimenten, wodurch der See stetig verschlammt. 1999 betrug seine Wassertiefe dadurch teilweise nur noch weniger als einen halben Meter, so dass er in den Folgejahren ausgebaggert werden musste. Diese Arbeiten am See wurden genutzt, um ihn auch ökologisch aufzuwerten. Dabei wurde ein Laichgewässer für Hechte angelegt sowie eine Inselkette, die Wasservögeln als Rückzugsgebiet dient. 2004 folgte entsprechend den Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie ein Fischaufstieg.

Neben der Feinreinigung des Ruhrwassers dient der Harkortsee auch als Ausgleichsbecken für den flussaufwärts gelegenen Hengsteysee. Dabei unterliegt er sozusagen einem menschengemachten Tidenhub. Denn das am Hengsteysee betriebene Kraftwerk, das Wasser auf eine Anhöhe pumpt, hat auch auf den Wasserspiegel des Harkortsees Einfluss. Täglich schwankt er um etwa 50 cm. Im Tagesverlauf wird jedoch immer soviel Wasser aus dem See wieder abgelassen, wie in ihn hineinströmt.

Nicht zuletzt dient der Harkortsee wie die anderen Ruhrstauseen heute der Naherholung. Segler und Ruderer sind hier zu finden, am Südufer liegen ein Yachthafen und ein Campingplatz. Am Nordufer dagegen erstrecken sich Wanderwege. Von der hier gelegenen Ruine der Burg Wetter bietet sich ein guter Ausblick über den See.

Foto: “Creative Commons” von Jochen Schneider. Lizenz CC BY-SA 3.0

Zwischen dem Ruhrviadukt der Volmetalbahn bei Herdecke, dem Stauwehr bei Wetter und den Hängen des Ardeygebirges liegt der Harkortsee, einer der sechs Stauseen der Ruhr. 1931 wurde er aufgestaut, um das Ruhrwasser mittels biologischer Selbstreinigungsprozesse zu klären, unter anderem weil der Nebenfluss Volme der Ruhr Schadstoffe zutrug. Betrachtet man Karten der Region, auf denen die Kreisgrenze zwischen Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis eingezeichnet ist, kann man noch auf den früheren Verlauf der Ruhr schließen. Bevor der See aufgestaut wurde, markierte sie die Kreisgrenze.

Am Ostufer begrenzt den See mit dem Ruhrviadukt ein beeindruckendes Bauwerk, das älter ist als der See selbst. Seit 1879 fahren die Eisenbahnen über seine zwölf Bögen aus Sandstein. Im zweiten Weltkrieg beschädigt, sowohl durch eine Flutwelle, die die alliierte Bombardierung der Möhnetalsperre ausgelöst hatte, als zu Kriegsende durch Sprengungen der Wehrmacht, wurde der Viadukt nach 1945 wiederhergestellt. Er führt noch heute stündlich den öffentlichen Nahverkehr zwischen Hagen und Herdecke über die Ruhr. Ein weiteres historisches Gebäude am See ist das nur noch in Teilen erhaltene alte Cuno-Kraftwerk, weithin sichtbar durch seinen hohen Schornstein.

Die Reinigung des Wassers im Harkortsee beruht auf dem Absetzen von Sedimenten, wodurch der See stetig verschlammt. 1999 betrug seine Wassertiefe dadurch teilweise nur noch weniger als einen halben Meter, so dass er in den Folgejahren ausgebaggert werden musste. Diese Arbeiten am See wurden genutzt, um ihn auch ökologisch aufzuwerten. Dabei wurde ein Laichgewässer für Hechte angelegt sowie eine Inselkette, die Wasservögeln als Rückzugsgebiet dient. 2004 folgte entsprechend den Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie ein Fischaufstieg.

Neben der Feinreinigung des Ruhrwassers dient der Harkortsee auch als Ausgleichsbecken für den flussaufwärts gelegenen Hengsteysee. Dabei unterliegt er sozusagen einem menschengemachten Tidenhub. Denn das am Hengsteysee betriebene Kraftwerk, das Wasser auf eine Anhöhe pumpt, hat auch auf den Wasserspiegel des Harkortsees Einfluss. Täglich schwankt er um etwa 50 cm. Im Tagesverlauf wird jedoch immer soviel Wasser aus dem See wieder abgelassen, wie in ihn hineinströmt.

Nicht zuletzt dient der Harkortsee wie die anderen Ruhrstauseen heute der Naherholung. Segler und Ruderer sind hier zu finden, am Südufer liegen ein Yachthafen und ein Campingplatz. Am Nordufer dagegen erstrecken sich Wanderwege. Von der hier gelegenen Ruine der Burg Wetter bietet sich ein guter Ausblick über den See.