Wasserwissen: Ruhr verstehen!

Gefahren beim Baden in natürlichen Gewässern

Foto: David Hawkins-Weeks

Das Baden in natürlichen Gewässern birgt stets ein Risiko. Doch natürliche Gewässer sind nicht alle gleich risikoreich. Die Rahmenbedingungen für das Baden in Flüssen und Seen sind neben der Wasserqualität auch Strömungsverhältnisse, Wellengang und Sog. Diese können nicht verallgemeinert werden, sondern weichen in großem Maße voneinander ab.

Im Vergleich zum Baden in Seen ist das Risiko beim Baden in Flüssen und Kanälen deutlich höher – jährlich ertrinken hier die meisten Menschen. Möchte man ein sicheres Bad im Fluss genießen, sollten folgende Regeln eingehalten werden:

  1. Gehen Sie niemals an Wasserbauwerken und Buhnen schwimmen! Diese Wasserbauwerke verhindern, dass das Wasser im Fließgewässer gleichmäßig fließt. Stattdessen kommt es hier schnell zu Verwirbelungen, die auch geübte Schwimmer überraschen können und für Panik sorgen.
  2. Springen Sie nicht von Brücken in einen Fluss! Die Wassertiefe ist hierbei nicht einsehbar und kann leicht überschätzt werden. Die Folgen können bis hin zu lebensbedrohlichen Verletzungen reichen.
  3. Gehen Sie nicht schwimmen, wenn Schiffe unterwegs sind! Vorbeifahrende Schiffe sorgen für einen erhöhten Wellengang, starken Sog und unvorhersehbare Strömungen. Dies kann plötzlich zu einem erhöhten Wasserpegel am Ufer sorgen und damit dort spielende Kinder in Gefahr bringen.
  4. Schwimmen Sie niemals gegen die Strömung an, sondern lassen Sie sich stets von dieser mittreiben! Die Strömung ist oft stärker als gedacht, weshalb auch geübte Schwimmer ihr Können teilweise überschätzen.
  5. Beachten Sie Badeverbote! Badeverbote sind meist aus Gründen der Sicherheit ausgesprochen worden. Gefahren durch Wasserbauwerke, Einleitungen und Strömungen soll so vorgebeugt werden. Darüber hinaus sind Flora und Fauna in Natur- und Wasserschutzgebieten nicht zu beeinträchtigen – Hier gilt ebenfalls ein ausdrückliches Badeverbot.

Für das Baden in Seen gelten ebenfalls besondere Regeln, die es im Sinne der Sicherheit einzuhalten gilt:

  1. Schwimmen Sie nicht zu weit raus! Besonders tiefe Seen haben unterschiedliche Temperaturschichten. Wenn man besonders weit herausschwimmt oder taucht kann der Temperaturwechsel von dem warmen Oberflächenwasser und dem tiefen Wasser so erheblich sein, dass ein Kälteschock mit Herzversagen drohen kann.
  2. Achtung beim Baden in Baggerseen! Bei Baggerseen handelt es sich um ehemalige Kiesgruben oder Steinbrüche. Die bis zu 30 Meter in die Tiefe reichenden Baggerseen haben oft steil abfallende Ufer. Außerdem können die Uferanschüttungen abrutschen. Bleiben Sie also in den beschilderten Badezonen.
  3. Vorsicht vor Wasserpflanzen! In stehenden Gewässern gibt es oft Wasserpflanzen mit langen Auswüchsen. Bleibt man hier einmal hängen, muss Ruhe bewahrt werden.

Sollte jemand anderes in Gefahr geraten, wählen Sie schnell die 112. Gehen Sie selbst nur ins Wasser, wenn Sie sich hierdurch selbst nicht in Gefahr bringen. Eigenschutz geht vor!

Generell gilt: Erst denken, dann schwimmen. Die Informationsbeschaffung über ein mögliches Badegewässer sollte immer vorab geschehen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DRLG) und die Deutsche Wasserwacht (DRK) kennen die Gefahren, die von einem natürlichen Gewässer ausgehen und können daher bestens Auskunft geben. Fragen Sie einfach in der Ortsgruppe nach.

Weitere Informationen zum Schwimmen in öffentlichen und natürlichen Gewässern, finden Sie auf der Internetpräsenz der DLRG und der DRK.

 

Foto: David Hawkins-Weeks

Das Baden in natürlichen Gewässern birgt stets ein Risiko. Doch natürliche Gewässer sind nicht alle gleich risikoreich. Die Rahmenbedingungen für das Baden in Flüssen und Seen sind neben der Wasserqualität auch Strömungsverhältnisse, Wellengang und Sog. Diese können nicht verallgemeinert werden, sondern weichen in großem Maße voneinander ab.

Im Vergleich zum Baden in Seen ist das Risiko beim Baden in Flüssen und Kanälen deutlich höher – jährlich ertrinken hier die meisten Menschen. Möchte man ein sicheres Bad im Fluss genießen, sollten folgende Regeln eingehalten werden:

  1. Gehen Sie niemals an Wasserbauwerken und Buhnen schwimmen! Diese Wasserbauwerke verhindern, dass das Wasser im Fließgewässer gleichmäßig fließt. Stattdessen kommt es hier schnell zu Verwirbelungen, die auch geübte Schwimmer überraschen können und für Panik sorgen.
  2. Springen Sie nicht von Brücken in einen Fluss! Die Wassertiefe ist hierbei nicht einsehbar und kann leicht überschätzt werden. Die Folgen können bis hin zu lebensbedrohlichen Verletzungen reichen.
  3. Gehen Sie nicht schwimmen, wenn Schiffe unterwegs sind! Vorbeifahrende Schiffe sorgen für einen erhöhten Wellengang, starken Sog und unvorhersehbare Strömungen. Dies kann plötzlich zu einem erhöhten Wasserpegel am Ufer sorgen und damit dort spielende Kinder in Gefahr bringen.
  4. Schwimmen Sie niemals gegen die Strömung an, sondern lassen Sie sich stets von dieser mittreiben! Die Strömung ist oft stärker als gedacht, weshalb auch geübte Schwimmer ihr Können teilweise überschätzen.
  5. Beachten Sie Badeverbote! Badeverbote sind meist aus Gründen der Sicherheit ausgesprochen worden. Gefahren durch Wasserbauwerke, Einleitungen und Strömungen soll so vorgebeugt werden. Darüber hinaus sind Flora und Fauna in Natur- und Wasserschutzgebieten nicht zu beeinträchtigen – Hier gilt ebenfalls ein ausdrückliches Badeverbot.

Für das Baden in Seen gelten ebenfalls besondere Regeln, die es im Sinne der Sicherheit einzuhalten gilt:

  1. Schwimmen Sie nicht zu weit raus! Besonders tiefe Seen haben unterschiedliche Temperaturschichten. Wenn man besonders weit herausschwimmt oder taucht kann der Temperaturwechsel von dem warmen Oberflächenwasser und dem tiefen Wasser so erheblich sein, dass ein Kälteschock mit Herzversagen drohen kann.
  2. Achtung beim Baden in Baggerseen! Bei Baggerseen handelt es sich um ehemalige Kiesgruben oder Steinbrüche. Die bis zu 30 Meter in die Tiefe reichenden Baggerseen haben oft steil abfallende Ufer. Außerdem können die Uferanschüttungen abrutschen. Bleiben Sie also in den beschilderten Badezonen.
  3. Vorsicht vor Wasserpflanzen! In stehenden Gewässern gibt es oft Wasserpflanzen mit langen Auswüchsen. Bleibt man hier einmal hängen, muss Ruhe bewahrt werden.

Sollte jemand anderes in Gefahr geraten, wählen Sie schnell die 112. Gehen Sie selbst nur ins Wasser, wenn Sie sich hierdurch selbst nicht in Gefahr bringen. Eigenschutz geht vor!

Generell gilt: Erst denken, dann schwimmen. Die Informationsbeschaffung über ein mögliches Badegewässer sollte immer vorab geschehen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DRLG) und die Deutsche Wasserwacht (DRK) kennen die Gefahren, die von einem natürlichen Gewässer ausgehen und können daher bestens Auskunft geben. Fragen Sie einfach in der Ortsgruppe nach.

Weitere Informationen zum Schwimmen in öffentlichen und natürlichen Gewässern, finden Sie auf der Internetpräsenz der DLRG und der DRK.