Wasserwissen: Ruhr verstehen!

Szenario Flussbäder an der Ruhr

Foto: Christian Geisert

Im dritten Szenario des zweiten Workshop-Tages ließen die Bürger und Experten ihren Gedanken freien Lauf und überlegten gemeinsam, wie die Vision eines “Flussbads an der Ruhr” aussehen könnte. Hierbei handelt es sich um ein Szenario, das an der Flussbadetradition der Ruhr und den Seen angelehnt ist.

Der Baldeneysee beispielsweise bietet sich perfekt als Badesee an: Er ist verkehrstechnisch gut angeschlossen, es gibt Parkplätze, Toilettenanlagen und für das leibliche Wohl vor Ort ist auch gesorgt. Allerdings müssen sich hier die Badewilligen den See und das Ufer mit Wassersportlern, der Weißen Flotte, Campingplätzen und Cafés teilen. Das Ufer ist sehr begehrt und daher gibt es derzeit kaum Platz für einen ausladenden Badestrand. Denkbar ist jedoch einen kleinen begrenzten Badebereich am Seaside Beach einzurichten, in dem man sich an heißen Tagen erfrischen kann. Dies wäre jedoch nicht ein klassisches Flussschwimmbad, nur eine Erweiterung des Freizeitangebotes des Seaside Beach. Der Grundgedanke des Seaside Beach als Freizeitoase ständ weiterhin im Vordergrund. Als Alternative für Schwimmlustige kommen weitere mögliche Stellen in Betracht, wo sich ein Flussbad einrichten ließe, so zum Beispiel in Essen Steele und im Werdener Löwental. In Steele betreibt derzeit der Steeler Schwimmverein ein Bad am Ufer der Ruhr, sodass dieser eventuell auch als Betreiber des Bads in Frage käme. Beide Orte sind weitgehend verkehrstechnisch erschlossen, sodass keine ganz neue Infrastruktur geschaffen werden muss. Ein einziges Flussbad an der Ruhr stellt keine Option dar, da diese dann an heißen Tagen überrannt würde. Drei verschiedene Flussbäder mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten hingegen würden die Masse des Publikums auffangen und für jedes Interesse eine Anlaufstelle bieten. Ein zahlungsbereites Publikum, dem ein Event- und Lifestylecharakter wichtig ist, könnte sich am Seaside Beach im Baldeneysee erfrischen. Im Löwental bietet sich darüber hinaus ein einfach ausgestattetes Flussbad, das mit einem niedrigen Eintrittspreisniveaus beispielsweise für Jugendliche interessant wäre. Familien hingegen könnten im Steeler Bad das naturnahe Baden genießen.

Im Gegensatz zu den anderen beiden Szenarien, dem freien Baden und den ausgewiesenen Badestellen an der Ruhr, wird ein Flussbad durch eine Badeaufsicht ständig überwacht. Die Sicherheit der Schwimmer ist somit auf jeden Fall gewährleistet.

Die bestehende Infrastruktur wird in diesem Szenario weitestgehend genutzt, jedoch bedarf es eines Ausbaus in Sachen Verkehr. Der weitere Ausbau von Parkmöglichkeiten und Parkleitsystemen oder der Einsatz von Shuttlebussen kommen hier als Investitionen auf die Stadt und die Badbetreiber zu.

Kommunikativ müssen die Flussbäder vernetzt werden, da diese nicht getrennt voneinander zu betrachten sind. Es handelt sich um Bäder am gleichen Fluss, also drei Bäder mit demselben Wasser, der selben Wasserqualität und den gleichen Gegebenheiten. Der Verbund der Bäder ist demnach unumgänglich.

Darüber hinaus müssen die Bürger sich ihrer Verantwortung bewusst sein. Die Besucher müssen die Ruhr als Ökosystem und Naturgewässer wahrnehmen, um verantwortungsvoll mit ihr umgehen zu können. Die Entwicklung eines entsprechenden Bewusstseins und einer Badekultur ist daher wesentlich. Schilder, die über Flora und Fauna des heimischen Gewässers informieren können eine Möglichkeit der Bürgerkommunikation darstellen.

Welches Szenario sich eines Tages wohlmöglich durchsetzen wird und eine tatsächliche Bademöglichkeit darstellt, lässt sich gegenwärtig nicht sagen. Dennoch zeigen die drei Szenarien, das verschiedene Möglichkeiten denkbar sind, wie Baden an der Ruhr in Zukunft möglich wäre.

Foto: Christian Geisert

Im dritten Szenario des zweiten Workshop-Tages ließen die Bürger und Experten ihren Gedanken freien Lauf und überlegten gemeinsam, wie die Vision eines “Flussbads an der Ruhr” aussehen könnte. Hierbei handelt es sich um ein Szenario, das an der Flussbadetradition der Ruhr und den Seen angelehnt ist.

Der Baldeneysee beispielsweise bietet sich perfekt als Badesee an: Er ist verkehrstechnisch gut angeschlossen, es gibt Parkplätze, Toilettenanlagen und für das leibliche Wohl vor Ort ist auch gesorgt. Allerdings müssen sich hier die Badewilligen den See und das Ufer mit Wassersportlern, der Weißen Flotte, Campingplätzen und Cafés teilen. Das Ufer ist sehr begehrt und daher gibt es derzeit kaum Platz für einen ausladenden Badestrand. Denkbar ist jedoch einen kleinen begrenzten Badebereich am Seaside Beach einzurichten, in dem man sich an heißen Tagen erfrischen kann. Dies wäre jedoch nicht ein klassisches Flussschwimmbad, nur eine Erweiterung des Freizeitangebotes des Seaside Beach. Der Grundgedanke des Seaside Beach als Freizeitoase ständ weiterhin im Vordergrund. Als Alternative für Schwimmlustige kommen weitere mögliche Stellen in Betracht, wo sich ein Flussbad einrichten ließe, so zum Beispiel in Essen Steele und im Werdener Löwental. In Steele betreibt derzeit der Steeler Schwimmverein ein Bad am Ufer der Ruhr, sodass dieser eventuell auch als Betreiber des Bads in Frage käme. Beide Orte sind weitgehend verkehrstechnisch erschlossen, sodass keine ganz neue Infrastruktur geschaffen werden muss. Ein einziges Flussbad an der Ruhr stellt keine Option dar, da diese dann an heißen Tagen überrannt würde. Drei verschiedene Flussbäder mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten hingegen würden die Masse des Publikums auffangen und für jedes Interesse eine Anlaufstelle bieten. Ein zahlungsbereites Publikum, dem ein Event- und Lifestylecharakter wichtig ist, könnte sich am Seaside Beach im Baldeneysee erfrischen. Im Löwental bietet sich darüber hinaus ein einfach ausgestattetes Flussbad, das mit einem niedrigen Eintrittspreisniveaus beispielsweise für Jugendliche interessant wäre. Familien hingegen könnten im Steeler Bad das naturnahe Baden genießen.

Im Gegensatz zu den anderen beiden Szenarien, dem freien Baden und den ausgewiesenen Badestellen an der Ruhr, wird ein Flussbad durch eine Badeaufsicht ständig überwacht. Die Sicherheit der Schwimmer ist somit auf jeden Fall gewährleistet.

Die bestehende Infrastruktur wird in diesem Szenario weitestgehend genutzt, jedoch bedarf es eines Ausbaus in Sachen Verkehr. Der weitere Ausbau von Parkmöglichkeiten und Parkleitsystemen oder der Einsatz von Shuttlebussen kommen hier als Investitionen auf die Stadt und die Badbetreiber zu.

Kommunikativ müssen die Flussbäder vernetzt werden, da diese nicht getrennt voneinander zu betrachten sind. Es handelt sich um Bäder am gleichen Fluss, also drei Bäder mit demselben Wasser, der selben Wasserqualität und den gleichen Gegebenheiten. Der Verbund der Bäder ist demnach unumgänglich.

Darüber hinaus müssen die Bürger sich ihrer Verantwortung bewusst sein. Die Besucher müssen die Ruhr als Ökosystem und Naturgewässer wahrnehmen, um verantwortungsvoll mit ihr umgehen zu können. Die Entwicklung eines entsprechenden Bewusstseins und einer Badekultur ist daher wesentlich. Schilder, die über Flora und Fauna des heimischen Gewässers informieren können eine Möglichkeit der Bürgerkommunikation darstellen.

Welches Szenario sich eines Tages wohlmöglich durchsetzen wird und eine tatsächliche Bademöglichkeit darstellt, lässt sich gegenwärtig nicht sagen. Dennoch zeigen die drei Szenarien, das verschiedene Möglichkeiten denkbar sind, wie Baden an der Ruhr in Zukunft möglich wäre.