Über das Projekt!

Das Projekt Sichere Ruhr – Was machen wir?

Die Ruhr: Ein Fluss, der einem ganzen Gebiet einen Namen gegeben hat. Ein Fluss, ohne den sich das Ruhrgebiet nicht zu einer der größten Metropolregionen Europas hätte entwickeln können. Ein Fluss mit einer bewegenden Geschichte und in ständiger Nutzung durch den Menschen. Heute sichert die Ruhr die Wasserversorgung des Ruhrgebiets, produziert Energie durch Wasserkraft und ist nicht zuletzt für viele Anwohner, Besucher und Touristen ein Naherholungsgebiet.

Über 5 Millionen Menschen leben im Ruhrgebiet. Genau für diese arbeitet das Projekt Sichere Ruhr. Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) steht die Ruhr im Mittelpunkt zweier wichtiger Fragen: Ist es aus mikrobiologisch-hygienischer Sicht möglich, den Freizeitwert der Ruhr für die Menschen zu erhöhen, indem Baden im Fluss möglich wird? Und: Wie kann die Trinkwasser-Aufbereitung der Metropolregion angesichts der gestiegenen Qualität des Ruhrwassers nachhaltig weiter optimiert werden?

Die Projektziele – Was wollen wir erreichen?

Die Erfolge im Gewässerschutz der letzten Jahrzehnte haben die Gesundheitsförderung der Bevölkerung verbessert. Dennoch hat der analytische Nachweis von „neuen“ Stoffspuren in der Ruhr bei Teilen der Bevölkerung Besorgnis über die Qualität ihres Trinkwassers hervorgerufen. Doch obwohl gerade in den Sommermonaten viele Menschen in der Ruhr schwimmen gehen, ist Baden in der Ruhr nicht erlaubt.

Ziel des Projekts Sichere Ruhr ist, die Ruhr noch sicherer zu machen. Und zwar sicherer im Hinblick auf die Wasserqualität. Einerseits geht es darum, die Sicherheit der Trinkwassergewinnung und -aufbereitung aus der Ruhr zu überprüfen und ggf. hinsichtlich der Rückhaltung von Krankheitserregern zu optimieren. Andererseits möchte das Projekt herausfinden, ob – und wenn ja, wie – die Ruhr zeit- und streckenweise als offizielles Badegewässer dienen kann. Schlussendlich sollen auf Basis der Forschungsergebnisse ein Risikokommunikationskonzept und ein Handlungsleitfaden für das Flussbaden erarbeitet werden, die auch auf andere Fließgewässer in Europa übertragen werden können.

Für beide Punkte muss ein Risikomanagement für Krankheitserreger und Schadstoffe entwickelt werden, damit die Bevölkerung die Ruhr auch in Zukunft sicher nutzen kann. Das Projekt Sichere Ruhr untersucht über einen Zeitraum von drei Jahren hinweg das Ruhrwasser und bewertet auf dieser Grundlage die Badetauglichkeit. Eine solche Langzeitstudie ist in dieser Form deutschlandweit einzigartig. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, ein Prognose- und Frühwarnsystem zu entwickeln, das in der Lage ist, die Menschen frühzeitig zu warnen, sollten die Grenzwerte für die Badegewässerqualität überschritten werden.

Es geht dem Projekt aber nicht darum, im stillen Kämmerchen Wasserproben auszuwerten. Da die Ruhr als Fluss so wichtig für die Menschen der Metropolregion Ruhr ist, sollen gerade diese Menschen Gehör finden. Das Projekt möchte unter anderem herausfinden, wie Risiken von Trink- und Badegewässerqualität in der Bevölkerung wahrgenommen werden. Eine wesentliche Rolle spielt auch die Aufklärung über mögliche Risiken. Das Projekt Sichere Ruhr möchte mit den Menschen ins Gespräch kommen. Sie sollen über den Fortschritt und die Ergebnisse des Projekts informiert werden und können gleichzeitig einen aktiven Beitrag in der Diskussion darüber leisten, wo z.B. Baden in der Ruhr erlaubt werden könnte oder ob an einem möglichen Badeplatz nicht lieber ein Naturschutzgebiet seinen Platz haben sollte. Gemeinsames Erarbeiten von Lösungsansätzen und Mitwirken der Bevölkerung bei der Umsetzung sind erklärte Ziele des Projekts Sichere Ruhr. Ein Sprachrohr, das den Bürgern dabei zur Verfügung steht, ist der Wasserwandel-Blog. Hier werden aktuelle Themen rund um die Ruhr und das Projekt, aber auch gesellschaftliche und politische Fragestellungen  zum Thema Wasser dargestellt. Ob Diskussionen, Themenvorschläge, Kommentare oder Meinungsäußerungen – die Stimme der Bevölkerung ist hier gefragt.

Die Untersuchungsgebiete – Wo wird gemessen?

Untersucht wird ein Ruhrabschnitt mit einer Länge von 52 Kilometern im Bereich der Unteren Ruhr. Angefangen bei Ruhrkilometer 65 am Kemnader Stausee bis hin zu Kilometer 13 in Mülheim an der Ruhr umfassen die Messungen nahezu das gesamte Kerngebiet des Ruhrgebiets: Bochum, Essen und Mülheim. Gerade die Frage nach der Qualität des Wassers im Baldeneysee steht dabei im Mittelpunkt. Daher arbeitet das Projekt eng mit der Stadt Essen zusammen und möchte den Baldeneysee als möglichen Standort für den Badebetrieb untersuchen. Ziel ist es auch, die Ergebnisse des Pilotprojekts auf den gesamten Flusslauf und andere Fließgewässer in Europa übertragen zu können.

Weitere Informationen über die Untersuchungsmethoden und die Untersuchungsgrößen finden Sie in der Rubrik Wasserwerte.

Sichere Ruhr wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Forschung für Nachhaltigkeit (FoNa) im Förderschwerpunkt Nachhaltiges Wassermanagement (NaWaM) im Projektverbund Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf (RiSKWa).

Projektlaufzeit: 01.01.2012 – 31.12.2015

Fördervolumen: 3.37 Mio. EUR

Förderkennzeichen: 02WRS1283A bis J

 

 

 

Die Ruhr: Ein Fluss, der einem ganzen Gebiet einen Namen gegeben hat. Ein Fluss, ohne den sich das Ruhrgebiet nicht zu einer der größten Metropolregionen Europas hätte entwickeln können. Ein Fluss mit einer bewegenden Geschichte und in ständiger Nutzung durch den Menschen. Heute sichert die Ruhr die Wasserversorgung des Ruhrgebiets, produziert Energie durch Wasserkraft und ist nicht zuletzt für viele Anwohner, Besucher und Touristen ein Naherholungsgebiet.

Über 5 Millionen Menschen leben im Ruhrgebiet. Genau für diese arbeitet das Projekt Sichere Ruhr. Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) steht die Ruhr im Mittelpunkt zweier wichtiger Fragen: Ist es aus mikrobiologisch-hygienischer Sicht möglich, den Freizeitwert der Ruhr für die Menschen zu erhöhen, indem Baden im Fluss möglich wird? Und: Wie kann die Trinkwasser-Aufbereitung der Metropolregion angesichts der gestiegenen Qualität des Ruhrwassers nachhaltig weiter optimiert werden?

Die Projektziele – Was wollen wir erreichen?

Die Erfolge im Gewässerschutz der letzten Jahrzehnte haben die Gesundheitsförderung der Bevölkerung verbessert. Dennoch hat der analytische Nachweis von „neuen“ Stoffspuren in der Ruhr bei Teilen der Bevölkerung Besorgnis über die Qualität ihres Trinkwassers hervorgerufen. Doch obwohl gerade in den Sommermonaten viele Menschen in der Ruhr schwimmen gehen, ist Baden in der Ruhr nicht erlaubt.

Ziel des Projekts Sichere Ruhr ist, die Ruhr noch sicherer zu machen. Und zwar sicherer im Hinblick auf die Wasserqualität. Einerseits geht es darum, die Sicherheit der Trinkwassergewinnung und -aufbereitung aus der Ruhr zu überprüfen und ggf. hinsichtlich der Rückhaltung von Krankheitserregern zu optimieren. Andererseits möchte das Projekt herausfinden, ob – und wenn ja, wie – die Ruhr zeit- und streckenweise als offizielles Badegewässer dienen kann. Schlussendlich sollen auf Basis der Forschungsergebnisse ein Risikokommunikationskonzept und ein Handlungsleitfaden für das Flussbaden erarbeitet werden, die auch auf andere Fließgewässer in Europa übertragen werden können.

Für beide Punkte muss ein Risikomanagement für Krankheitserreger und Schadstoffe entwickelt werden, damit die Bevölkerung die Ruhr auch in Zukunft sicher nutzen kann. Das Projekt Sichere Ruhr untersucht über einen Zeitraum von drei Jahren hinweg das Ruhrwasser und bewertet auf dieser Grundlage die Badetauglichkeit. Eine solche Langzeitstudie ist in dieser Form deutschlandweit einzigartig. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, ein Prognose- und Frühwarnsystem zu entwickeln, das in der Lage ist, die Menschen frühzeitig zu warnen, sollten die Grenzwerte für die Badegewässerqualität überschritten werden.

Es geht dem Projekt aber nicht darum, im stillen Kämmerchen Wasserproben auszuwerten. Da die Ruhr als Fluss so wichtig für die Menschen der Metropolregion Ruhr ist, sollen gerade diese Menschen Gehör finden. Das Projekt möchte unter anderem herausfinden, wie Risiken von Trink- und Badegewässerqualität in der Bevölkerung wahrgenommen werden. Eine wesentliche Rolle spielt auch die Aufklärung über mögliche Risiken. Das Projekt Sichere Ruhr möchte mit den Menschen ins Gespräch kommen. Sie sollen über den Fortschritt und die Ergebnisse des Projekts informiert werden und können gleichzeitig einen aktiven Beitrag in der Diskussion darüber leisten, wo z.B. Baden in der Ruhr erlaubt werden könnte oder ob an einem möglichen Badeplatz nicht lieber ein Naturschutzgebiet seinen Platz haben sollte. Gemeinsames Erarbeiten von Lösungsansätzen und Mitwirken der Bevölkerung bei der Umsetzung sind erklärte Ziele des Projekts Sichere Ruhr. Ein Sprachrohr, das den Bürgern dabei zur Verfügung steht, ist der Wasserwandel-Blog. Hier werden aktuelle Themen rund um die Ruhr und das Projekt, aber auch gesellschaftliche und politische Fragestellungen  zum Thema Wasser dargestellt. Ob Diskussionen, Themenvorschläge, Kommentare oder Meinungsäußerungen – die Stimme der Bevölkerung ist hier gefragt.

Die Untersuchungsgebiete – Wo wird gemessen?

Untersucht wird ein Ruhrabschnitt mit einer Länge von 52 Kilometern im Bereich der Unteren Ruhr. Angefangen bei Ruhrkilometer 65 am Kemnader Stausee bis hin zu Kilometer 13 in Mülheim an der Ruhr umfassen die Messungen nahezu das gesamte Kerngebiet des Ruhrgebiets: Bochum, Essen und Mülheim. Gerade die Frage nach der Qualität des Wassers im Baldeneysee steht dabei im Mittelpunkt. Daher arbeitet das Projekt eng mit der Stadt Essen zusammen und möchte den Baldeneysee als möglichen Standort für den Badebetrieb untersuchen. Ziel ist es auch, die Ergebnisse des Pilotprojekts auf den gesamten Flusslauf und andere Fließgewässer in Europa übertragen zu können.

Weitere Informationen über die Untersuchungsmethoden und die Untersuchungsgrößen finden Sie in der Rubrik Wasserwerte.

Sichere Ruhr wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Forschung für Nachhaltigkeit (FoNa) im Förderschwerpunkt Nachhaltiges Wassermanagement (NaWaM) im Projektverbund Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf (RiSKWa).

Projektlaufzeit: 01.01.2012 – 31.12.2015

Fördervolumen: 3.37 Mio. EUR

Förderkennzeichen: 02WRS1283A bis J